Gastbeitrag: Mechthild Geismann (podo-consulting)

LÜDINGHAUSEN, 06.01.2017

Neues Jahr, neues Blog-Format – sagt ein altes Social Media Sprichwort … 🙂

Nachdem unser Blog letztes Jahr hoffentlich ein wenig Kurzweil beschert hat und den interessierten Lesern ermöglicht hat, die ersten Schritte von pododesk mit zu erleben, will er dieses Jahr noch etwas mehr.

Um euch, lieben Lesern, zusätzlich zu etwas Unterhaltung auch mehr Fachinformationen bieten zu können, haben wir für 2017 schon einige Partner und Marktbegleiter eingeladen, Gastbeiträge in unserem Blog zu veröffentlichen.

 

Wir freuen uns sehr, dass Frau Mechthild Geismann mit ihrem breiten und fundierten Wissen über die Podologie den Anfang macht! Frau Geismann steht Podologinnen und Podologen mit ihrem Angebot “podo consulting” (www.podo-consulting.de) inzwischen auch noch direkter zur Seite als auf ihren bisherigen “Podo-Stationen”. Sie dürfen also zum Inhalt ihres (hoffentlich nicht letzten) Beitrags gerne auch direkt auf sie zugehen!

 

Neue Formulare und neue Arztsoftware für Heilmittelverordnungen ab

Januar 2017 – Übergangsregelung für alte Vordrucke bis 30.06.2017

Falsch oder unvollständig ausgefüllte Heilmittelverordnungen sorgen unter Vertretern der Gesundheitsfachberufe seit Jahren für Unmut – und wohl auch jeder Podologe und jede Podologin mit Kassenzulassung weiß, wovon wir sprechen. Denn die Überprüfung und Korrektur fehlerhafter Verordnungen ist mit einem immens hohen bürokratischen Aufwand verbunden – für Arztpraxen und Leistungserbringer. Abhilfe soll eine neue gesetzliche Regelung schaffen, die zum 1. Januar 2017 in Kraft getreten ist: Demnach dürfen Ärzte gemäß §73 Abs. 8 Sozialgesetzbuch V ab sofort nur noch solche Software zur Heilmittelverordnung einsetzen, die von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zertifiziert ist – das heißt, die nach eingehender Prüfung die entsprechende Zulassung erhalten hat. Formale Fehler in den ausgestellten Verordnungen, die zu zeitaufwändigen Nachfragen der Heilmittelerbringer in den Arztpraxen führen, sollen so bald der Vergangenheit angehören.

 

Welche Informationen in der Heilmittelsoftware hinterlegt sein müssen, haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) in einem Anforderungskatalog festgelegt. Seit 1. Januar 2017 gelten außerdem neue Formulare für die Verordnung von Heilmitteln – das heißt, die alten Vordrucke der HMV 13 (Podologische Therapie) sind nicht mehr gültig.

 

Soweit die Theorie. Doch wie sieht die Umsetzung in die Praxis aus? Die Software der Ärzte ist größtenteils immer noch nicht zertifiziert. Laut Auskunft der KBV lassen sich die neuen Formulare aber auch mit der nicht zertifizierten Software bedrucken. Für die alten Vordrucke der HMV 13 gilt laut GKV eine Übergangsregelung bis 30. Juni 2017. Das heißt: Bis zu diesem Zeitpunkt werden die bisherigen Verordnungsvordrucke in der Abrechnung akzeptiert – vorausgesetzt, sie sind ansonsten gemäß den Vorgaben „des § 13 Abs. 2 Heilmittel- Richtlinie sowie etwaiger rahmenvertraglicher Regelungen vollständig und korrekt ausgefüllt. Falls auf dem bis zuletzt gültigen Verordnungsvordruck ein zweiter ICD-10-GM-Code angegeben wird, muss dieser maschinell lesbar sein“ (vgl. Schreiben der GKV an die Spitzenverbände vom 17.11.16).

 

Diese Aussage wirft für Podologiepraxen allerdings mindestens eine neue Frage auf: Wenn es sich um ein sogenanntes 3er-Rezept handelt, das zum Beispiel am 10.01.2017 angenommen wird und vor dem 30.06.2017 in die Abrechnung geht, ist die Regelung klar verständlich. Doch was passiert mit langfristigen Rezepten („6er-Rezepten“) die erst nach diesem Stichtag abgerechnet werden? podo consulting empfiehlt allen Podologinnen und Podologen, noch nicht abgerechnete Rezepte Mitte Juni vorzeitig einzureichen und dies mit der ablaufenden Frist der alten Verordnungsvordrucke zu begründen.  

 

Fazit: Auch wenn die beschriebenen Neuregelungen langfristig betrachtet eine Erleichterung sein mögen – organisatorische und verwaltungstechnische Aufgaben nehmen seit Jahren im Praxisalltag immer mehr Raum ein und sind ohne ein effizientes Praxisverwaltungssystem überhaupt nicht zu leisten! In diesem Kontext ist pododesk als webbasierte, selbsterklärende und einfach zu bedienende Praxisverwaltungslösung für eine oder mehrere Praxen eine neue Alternative auf dem Markt. Was mir besonders gefällt: pododesk ist über jeden beliebigen Browser aufrufbar, aufwändige Installationen und Updates sind nicht notwendig.

 

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Kontakt:

podo consulting

Inh. Mechthild Geismann

Drosselweg 5

59348 Lüdinghausen

Tel: 02591 5073284

Mobil: 0151 26709954

Fax: 02591 891507

Web: www.podo-consulting.de

E-Mail: mail@podo-consulting.de